Mit Nibbler Tanks demontieren
Praxis. Wenn ein Tank demontiert werden muss, setzen die Spezialisten des deutschen Tankschutzunternehmens Staudinger auf Spezialwerkzeuge von Trumpf.



Gegründet wurde das in Baienfurt/D ansässige Tankschutzunternehmen Staudinger GmbH im Jahr 1975 von Heinrich Staudinger. Im Jahr 1996 übernahm sein Sohn Heimo die Geschäftsführung. Heute beschäftigt er sechs Mitarbeiter, die neben dem Abbruch von Tankanlagen auch die Sanierung und den Neuaufbau übernehmen.
Die tägliche Arbeit ist nach wie vor keine leichte. Aber bevor Heimo Staudinger auf die Nibbler aufmerksam wurde, war der Job noch härter, schmutziger und deutlich ungesünder. Der Geschäftsführer erinnert sich: „Wir waren früher vor allem mit Schneidbrennern unterwegs. Nach einem etwaigen Brandrisiko, wenn vorher Öl oder andere Brennstoffe in den Behältern gelagert wurden, hat in den achtziger Jahren niemand gefragt und genauso wenig wurden die beim Arbeiten entstehenden Emissionen bedacht. Gesundheitsschädlich waren sie aber natürlich auch damals schon.“
Der gelernte Anlagenmechaniker für Sanitär,- Heizungs- und Klimatechnik wollte dem weitgehend ein Ende setzen, so dass die Geräte nur mehr dann verwendet werden, wenn ausreichende Belüftung garantiert ist. Er machte sich also bereits kurz nach Übernahme der Geschäftsleitung vor über 20 Jahren intensiv auf die Suche nach Alternativen. Die häufig eingesetzten Winkelschleifer kommen für ihn nicht in Frage, denn das extrem schnell drehende Werkzeug birgt mehrere Gefahren. „Einerseits ist der Funkenflug enorm“, erläutert Staudinger, „außerdem kann es passieren, dass eine Scheibe bricht, wenn man die Maschine verkantet. Dann fliegen Bruchstücke mit einer unglaublichen Geschwindigkeit umher.“
Dementsprechend war Heimo Staudinger froh, als ihn 1997 ein Kunde auf die Nibbler von Trumpf aufmerksam machte. Schon die ersten Tests zeigten ihm, dass die Werkzeuge schnell, sicher zuverlässig und robust sind. Eigenschaften, die das Zerlegen von Tanks viel einfacher machen.
Stundenlang im Einsatz
Die Wandstärke der Tanks liegt laut Heimo Staudinger meistens bei zirka fünf Millimeter. Aufgrund der Schweißnähte werden aber oft Trennschnitte von bis zu sieben Millimeter gefordert. Dementsprechend fiel seine Entscheidung zu Gunsten der TruTool N 700. Mit einem 1600 W Motor ausgestattet, nibbelt das Kraftpaket mühelos durch die geforderte Stahldicke. Häufig anzutreffende Schweißnähte, Abkantungen bis 90° und gedoppelte Bleche stellen ebenfalls kein Problem dar.
Der Arbeiter muss lediglich ein Startloch einbringen, schon nibbelt sich das Werkzeug mit 1,3 Meter pro Minute durch den Tank. Selbst größte Tankanlagen lassen sich auf diese Weise in kurzer Zeit demontieren. Ein Beispiel dazu: Im Spätherbst 2016 demontierte Heimo Staudinger mit zwei seiner Abbruchspezialisten drei beschichtete Stahltanks mit einem Fassungsvermögen von 75.000 Litern, 64.000 Litern und 42.300 Litern innerhalb von lediglich sechs Tagen.
Die Arbeiter gönnen sich und ihren Nibblern dabei kaum mal eine Pause, sondern lassen die Maschinen fast ohne Unterbrechung laufen. Wichtige Ausnahme: Wenn die Stempel an Schärfe verlieren, muss reagiert werden. Nur dann bleiben die Nibbler langfristig produktiv. Der Gerätehersteller Trumpf empfiehlt daher, Matrizen und Stempel immer rechtzeitig auszutauschen und die empfohlenen Wartungsarbeiten – wie Reinigen und Fetten – stets auszuführen. Für die Mitarbeiter von Heimo Staudinger eine Selbstverständlichkeit. Nicht zuletzt deshalb hat das Unternehmen noch immer drei TruTool-Werkzeuge der ersten Stunde im Einsatz, die folglich knapp 20 Jahre alt sind. Auch davon ist der Firmeninhaber begeistert: „Es ist schon unglaublich, was diese Werkzeuge aushalten.“
Die TruTool N 500 kommen primär bei Aufträgen in Privathaushalten zum Einsatz, denn dort herrschen häufig enge Platzverhältnisse. Genau dafür ist er prädestiniert. Der N 500 wiegt lediglich vier Kilogramm, verfügt aber über einen 1400 W Motor und nibbelt dadurch problemlos durch fünf Millimeter dicken Stahl. Außerdem kann er in alle vier Schneidrichtungen bewegt werden, was die Handhabung komfortabel macht. Die Abbruchspezialisten von Heimo Staudinger können dank dieser Eigenschaft das Werkzeug in der Horizontalen einfach zu sich ziehen. Ebenso hilfreich ist dies, wenn in der Vertikalen gearbeitet wird. Dann lässt sich der N 500 mit besonders geringem Kraftaufwand von oben nach unten führen.